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Hier gibt es das Archiv.

Aktionen, die das EB104 mal gemacht hat, ehemals aktuelles oder auch andere Dinge werden hier archiviert und sind nachlesbar.

2013

Veranstaltungsreihe bzgl. Rechtsextremismus, Nazis und co.

Einige engagierte Studis organisierten im Sommersemester 2013 eine Vortragsreihe zum Thema Rechtsextremismus. Es gab auch eine Ausstellung und zuletzt ein Abschlusskonzert.
Unterstützt wurde das Vorhaben durch den AStA der TU Berlin.

Plakat 2.Teil    Flyer 2.Teil Plakat Ausstellung / Konzert

Auf dieser Seite sind jeweils die aktuellen Veranstaltungsinformationen und Hinweise zu finden.
Die Raum und Zeitangaben können sich noch ändern.

Wenn vorhanden werden Unterlagen zum Vortrag verfügbar gemacht.

Das Vortragsprogramm

Rechte Populisten, Nazis, Reichsbürger und noch viel mehr. Ein Überblick über die aktuelle Situation

Referent: Andreas Speit (taz, Störungsmelder)
25.04.2013/ 16Uhr/ Raum H1058

Die Rechte Szene stellt sich auch bei entfernterer Betrachtung nicht als einheitliche politische Strömung dar, auch wenn sich verbindende Elemente der Ideologie immer wieder finden lassen.
Hier soll ein Überblick über Rechte Bewegungen, Strömungen und Aktionsformen gegeben werden.

Bewegung im Weltnetz: Das Internet in seiner Bedeutung für Rechte Kommunikation

Referent: Dr. Kai Brinckmeier
14.05.2013/ 16Uhr/ Raum H110

Abstract aus der Dissertationsschrift:
Das Internet wird in der rechten Szene häufiger als «Weltnetz» bezeichnet. Für den deutschen Rechtsextremismus ist es in den vergangenen Jahren zu einer zentralen operativen Instanz geworden. Die neu entstandenen computerbasierten Kommunikationsstrukturen sind gleichermaßen Ergebnis wie Wegbereiter für die rechte Bewegung. Dieser These geht der Autor aus kommunikationswissenschaftlicher, politikwissenschaftlicher und bewegungssoziologischer Perspektive nach - mit überraschenden Ergebnissen. Theoretisch und empirisch fundiert entwickelt er das Modell eines virtuellen binnenkommunikativen rechtsextremen Öffentlichkeitsraumes, durch den die rechte Bewegung dauerhaft stabilisiert und gefestigt wird. Dieser Öffentlichkeitsraum erzeugt Synergien, wodurch die Bewegung in die Lage versetzt wird, ihre begrenzten Ressourcen effizienter einzusetzen.

Es gibt zu diesem Vortrag einen Audiomitschnitt (Mp3, ca.70MB) und den Foliensatz (PDF, ca.1MB).
Vielen Dank für die Genehmigung zur Veröffentlichung.

Rechte Strukturen in Internet und Social Networks

Referent: Johannes Baldauf (Amadeu Antonio Stiftung)
21.05.2013/ 16Uhr/ Raum H110

Der Vortrag will einen Überblick über die aktuellen Strategien und Auftrittsarten von Rechtsextremen im Web2.0 geben. Dabei liegt der Fokus auf sozialen Netzwerken. Dort versuchen Rechtsextreme über speziell aufgebaute Angebote und Kampagnen die Aufmerksamkeit und Zustimmung der Nutzerinnen und Nutzer zu erhalten. Neben diesen Erscheinungsformen sollen auch mögliche Gegenstrategien erörtert und diskutiert werden.

Es gibt zu diesem Vortrag einen Audiomitschnitt (Mp3, ca.82MB) und den Foliensatz (PDF, ca.20MB).
Vielen Dank für die Genehmigung zur Veröffentlichung.

Nazis im Verein, in der Schule oder auf Arbeit, wie damit umgehen?

Referent: Martin Ziegenhagen (Gegen Vergessen e.V.)
28.05.2013/ 16Uhr/ Raum H110

Was tun, wenn sich Nazis im Sportverein, in der Schule, oder auf Arbeit einmischen und versuchen dort ihre Ideologie zu verbreiten? Praktische Hilfe bietet die Onlineberatung gegen Rechtsextremismus. Es sollen Handlungsmöglichkeiten anhand konkreter Fälle beschrieben werden.

Es gibt zu diesem Vortrag einen Audiomitschnitt (Mp3, ca.82MB).
Vielen Dank für die Genehmigung zur Veröffentlichung.

Elite Sein

Referent: Jörg Kronauer (APABIZ)
30.05.2013/ 16Uhr/ Raum H1012

Das Ziel der studentischen rechtskonservativ gesinnten Corps (eine bestimmte Art der studentischen Korporationen) ist es, eine männliche Elite zu reproduzieren. Und das tun sie seit über 150 Jahren nahezu unabhängig vom Staatssystem mit großem Erfolg. Führende Politiker und wichtige Personen aus Wirtschaft und Wissenschaft (von Bismarck bis Kanther, von Daimler bis Esser) zählten und zählen zu ihren Mitgliedern.
Wie aber funktionieren Reproduktion und die Aufrechterhaltung des beeindruckenden informellen Netzwerkes von konservativ-männlicher Macht in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft?
Der Referent ordnet die Corps anhand ihrer Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte politisch ein, schlüsselt die Wirkmechanismen zur Bildung und Reproduktion des elitären Netzwerkes anhand der männerbündischen Rituale auf und entzaubert so ein Stück geheimer und höchst politischer Männerbündelei jenseits von Demokratie und Frauenemanzipation.

Es gibt zu diesem Vortrag einen Audiomitschnitt (Mp3, ca.95MB).
Vielen Dank für die Genehmigung zur Veröffentlichung.

Rechte Codes

Referent: Oliver Cruzcampo (Endstation Rechts)
04.06.2013/ 16Uhr/ Raum H110

Das Bild des springerstiefeltragenden Neonazis, der stolz mit Bomberjacke und Glatze auftritt, wird zwar teilweise immer noch von den Medien verbreitet, überholt ist diese Erscheinung jedoch längst. Die Strategie hat sich grundlegend geändert. Heutzutage sind sie äußerlich kaum noch zu erkennen, kopieren Auftreten und Aktionsformen linker Gruppen. Sie geben sich modern, mit dem Ziel, neue Bevölkerungsschichten zu erschließen und so weiter in die Mitte der Gesellschaft vorzudringen.
Symbole, Zahlencodes, Marken und deren Bedeutung werden beleuchtet.

Darf man über Nazis lachen?

Referent: Dr. Marc Brandstetter (Endstation Rechts)
11.06.2013/ 16Uhr/ Raum H110

Die großen politischen Verbrecher müssen durchaus preisgegeben werden, und vorzüglich der Lächerlichkeit" - schon Berthold Brecht wusste, dass man über den "Führer" und die Nazis lachen darf, ja sogar muss. Die Grenzen der Satire dürfen dabei aber nicht aus dem Blick geraten, selbst wenn die heutigen Neonazis fast noch mehr Stoff für eine humoristische Auseinandersetzung liefern als ihre geistigen Väter.

Rechte Intellektuelle und die neue Rechte

Referent: Helmut Kellershohn (Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung)
25.06.2013/ 16Uhr/ Raum H112

"Der aktuelle Kontext, innerhalb dessen die intellektuelle Rechte sich bewegt, wird von ihr wahrgenommen und definiert als ein sich krisenhaft zuspitzender Prozess, in dem sich die Grundlagen von Volk und Nation tendenziell in Auflösung befänden. Die intellektuelle Rechte sieht sich in einer latenten Bürgerkriegssituation (Vorbürgerkrieg) und sucht nach möglichen Pfaden der Gegenwehr. Der Referent gibt einen Überblick über die Krisenszenarien der intellektuellen Rechten und ihre strategischen Optionen. Im Mittelpunkt des Vortrages steht die jungkonservative Neue Rechte (Junge Freiheit, Institut für Staatspolitik)."

Diese Veranstaltung ist als Ersatz für die beiden abgesagten dazugekommen.

Vortragsprogramm Teil 2 Schwerpunkt Fußball und Sportvereine

Am rechten Rand des Sportplatzes – wie Nazis den Fußball erobern

Referent: Thorsten Poppe (Freier Journalist, WDR, Deutschlandradio)
06.06.2013/ 16Uhr/ Raum H1012

Deutschlands liebstes Kind der „Fußball“ boomt: Immer mehr Zuschauern strömen in die Stadien der Republik, immer mehr Geld fließt in den Sport durch Sponsoren und Fernsehen, immer mehr werden Spieltage zu Eventveranstaltungen.

Da stört diese heile Welt nur, dass plötzlich altgediente Hooligans auftauchen, um aktiv Mitglieder für die rechte Szene in den Stadien zu werben. Oder gar die so fanatischen Fußballfans „Ultras“, die alles für ihren Klub tun - raus aus der Kurve haben wollen. Plötzlich schlagen sich Anhänger desselben Vereins auf offener Straße – Beispiel Alemannia, wo rechte Aachen-Fans wehrlose Aachen-Ultras fast lebensgefährlich verprügelten. Mit dem Ergebnis, dass sich die Ultras komplett zurückzogen.

Und was hat es mit den ähnlichen Entwicklungen in den Fanszenen von Dortmund, Braunschweig, oder Cottbus auf sich? Warum stehen die Profiklubs dieser Entwicklung so hilflos gegenüber? Der Fußball als Spiegelbild unserer Gesellschaft?

Nicht nur der Profi-Fußball ist von einer gefährlichen Entwicklung betroffen, gerade in den unteren Ligen zementiert sich dieser Eindruck: Wer Nachwuchs für seine rechte Ideologie rekrutieren möchte, ist auf dem Fußballplatz dafür hervorragend aufgehoben. Referent Thorsten Poppe beschreibt in seinem Vortrag am Beispiel zahlreicher aktueller Vorfälle gefährliche rechte Tendenzen in Deutschlands Sportart Nummer 1: Fußball!

Thorsten Poppe hat an der FU Berlin Publizistik und Kommunikations-wissenschaften studiert. Seit 1999 ist er als freier Journalist und Autor für das öffentlich-rechtliche Fernsehen und dem Deutschlandradio tätig.

Rechtsextreme im Sport - Erfolgreiche Gegenstrategien von und für Fans und Vereine

Referent: Michael Trube (Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus - Berlin)
02.07.2013/ 16Uhr/ Raum H112

Rechtsextreme Fans und Vereinsmitglieder stellen Sportvereine und ihre Anhänger/innen oft vor einige Herausforderungen. Sowohl im Profibereich als auch im Amateursport stehen die Betroffenen dem Problem oft ratlos gegenüber, bzw. sehen die Anwesenheit von (organisierten) Rechtsextremen nicht als Problem an. In der Praxis sind allgemeingültige Handlungsempfehlungen für die Auseinandersetzung mit rechtsextremen, rassistischen oder antisemitischen Erscheinungsformen im Sport wenig sinnvoll. Vielmehr kommt es darauf an, die jeweilige Situation zu analysieren und darauf aufbauend passende Handlungsstrategien zu entwickeln und diese umzusetzen.

Als Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus beraten wir seit Jahren Fans, Vereine und Verbände und versuchen sowohl präventiv als auch bei aktuellen Anlässen die aktive Auseinandersetzung mit rechtsextremen Tendenzen zu befördern. Im Rahmen des Vortrags werden einige Beispiele vorgestellt , die Vereine zu einer nachhaltigen und effektiven Vorbeugung und Bekämpfung des Problems befähigen können.

Rassismus im Fußball

Referent: Florian Schubert (Bündnis Aktive Fans e.V.)
04.07.2013/ 16Uhr/ Raum H1012

Der Vortrag beschäftigt sich mit Rassismus im Fußball und seinen Erscheinungsformen innerhalb und außerhalb der Fanszene. Er stellt dabei eine Ergänzung zur Ausstellung "Tatort Stadion 2" dar, die parallel dazu stattfindet.

Fußball hat einen hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft. Deswegen darf es auch nicht verwundern, wenn gesellschaftliche Diskriminierungsformen ihren Weg ins Stadion finden. Rassistische und antisemitische Schmährufe, Benachteiligung von Frauen oder Vorurteile gegen Homosexuelle scheinen beim Fußball verbreiteter zu sein als im Rest der Gesellschaft.
Das Stadion scheint dabei gelegentlich ein Kristallisationspunkt zu sein, wo Ressentiments verschärft dargestellt und wahrgenommen werden. In die öffentliche Wahrnehmung geraten dabei aber meist nur die gewalttätigen Auseinandersetzungen. Gewalt und Rassismus werden in einen Topf geworfen.
Doch welches sind die Antriebskräfte hinter den Diskriminierenden Äußerungen von Fußballfans? Wie verhält es sich mit der Ultrabewegung in diesem Konflikt? Welches sind die Initiativen von Fan- und Verbandsseite, sich mit dem Problem zu beschäftigen?

Die Ausstellung - Tatort Stadion 2

1.7. - 5.7. im EB104 (Raum EB226)

Verlängert bis 12.7.

2001 wurde die Ausstellung Tatort Stadion vom Bündnis Aktiver Fußballfans (BAFF) entwickelt und seitdem an fast zweihundert Orten gezeigt. Die Ausstellung leistete Pionierarbeit, indem sie Diskriminierung beim Fußball thematisierte.

Seitdem hat sich viel getan. Diskriminierung wird von vielen Vereinen und Fans mittlerweile als Problem wahrgenommen und angegangen. Dennoch werden in deutschen Stadien nach wie vor allwöchentlich AusländerInnen beschimpft, antisemitische und antiziganistische Gesänge angestimmt oder Homosexuelle verunglimpft. Frauen haben es im Männersport Fußball weiterhin schwer, akzeptiert zu werden.

Die von BAFF komplett überarbeitete Ausstellung "Tatort Stadion 2" will informieren – sowohl über alltägliche Diskriminierung und Aktivitäten von Neonazis als auch darüber, was Fans dagegen tun.

Abschlusskonzert

12.07./ ab 18Uhr / Wiese vorm M-Gebäude

Zum Abschluss der Reihe gibt es ein Konzert auf der Wiese zwischen M-, PC- und V-Gebäude, dort wo auch das Sommerfest der Inis und des AStA stattfand.
Für Futter und Getränke ist gesorgt.

Lineup

Verlaine
Deutschrock

Crawling Noise
Partyrock

Fightball
Punk/Rock

Lageplan Konzert
Lageplan des Konzerts

Disclaimer

»Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.«

Abgesagte Vorträge

Intellektueller Rechtsextremismus in Deutschland

Referent: Prof.Dr. Uwe Backes

Die Veranstaltung fällt leider aus. Wir bemühen uns um Ersatz.

Deutschlands neue Rechte

Referent: Dr. Volker Weiß (angefragt, Uni Hamburg, Villingster Forschungsforum)

Volker Weiß hat leider abgesagt. Wir bemühen uns um Ersatz

Alte Plakate und Flyer

     

Auf zu Runde 2. - Stromnetze zurück in Bürgerhand - Das Volksbegehren:

Am Sonntag, 03.11.2013, gibt es einen großen Volksentscheid zur Rekommunalisierung der Stromnetze. Der Termin den Volksentscheid einfach im September parallel zur Bundestagswahl durchzuführen wurde vom Senat bewußt verhindert. Auch deswegen: am Sonntag abstimmen gehen!
Die ersten beiden Hürden wurden bereits bravourös genommen. Nun heißt es nicht locker lassen und "unser Netz" von Vattenfall zurückholen.

Zum Hintergrund: In (fast ganz) Deutschland gehören die Stromnetze zwar formell den Kommunen bzw. dem Staat, de facto sind diese aber seit vielen Jahren über so genannte Konzessionsverträge privatisiert. Dieser läuft für das berliner Stromnetz im Jahr 2014 aus. Diese Chance muss nun genutzt werden. Bei einer Wiedervergabe an Vattenfall wäre wahrscheinlich mit einer sehr langen Laufzeit zu rechnen.

Warum auch uns Studenten dieses Anliegen am Herzen liegt (oder liegen sollte):

Zum einen sehen wir Uni-Politik nicht nur auf die Gebäude der TU begrenzt. Wir wollen auch in anderen Themen klar Stellung beziehen können und uns einbringen.

Zum anderen sehen wir einen konkreten Nutzen für Studis und eventuell auch die Uni als solche. Wie der eingerichtete Master "Regenerative Energien" an der TU Berlin zeigt, geht die Energiewende nicht einfach so an Forschung und Lehre, auch unserer Uni, vorbei. Aber damit die "Regenerativen" sich wirklich entfalten können, gilt es ein Umfeld zu schaffen, dass nicht von den Profitinteressen der großen vier Energieversorger abhängig ist. Diese verfolgen noch dazu das Interesse weiterhin viel Geld mit ihren vom Staat bezahlten AKWs zu verdienen.

Fernab dieser, vielleicht eher ideologisch geprägten Motive, gib es für uns noch weitere Gründe dieses Begehren zu unterstützen. So sind werden vielerorts in dieser Republik die Netze von ihren Betreibern (dies ist in der Regel einer der großen 4 Energieversorger, also EnBW, E.ON, RWE oder wie in Berlin Vattenfall) lediglich verwaltet und nur notdürftig in Stand gehalten, ohne ihrer Aufgabe nachzukommen diese Netze auch zu pflegen und auszubauen. So lässt sich für viele Leitungen in Deutschland sagen, dass diese aus der Frühphase der Elektrifizierung stammen und seit dem nicht angerührt wurden.

So ist es wichtig, dass wenn es so kommen sollte, das unsere Stromnetze umgebaut werden müssen und dieses vom Staat bzw. den Kommunen bezahlt wird, hier die, die es bezahlen, auch bestimmen, was mit dem Geld passiert. "Wer die Musik bestellt, bestimmt auch was Sie spielt".

60 Jahre Abzocke sind genug! Das Volksbegehren läuft noch bis Juni. In den nächsten Wochen werden wir sowohl im EB 104, wie auch in anderen INIs die Unterschriftenlisten des Berliner Energietisches ( http://www.berliner-energietisch.net hier gibt es auch weitere Informationen) auslegen und diese zum Ablauf der Aktion an die Initiatoren weiter reichen.

2012

Auslaufen der Diplomstudiengänge

Die Diplomstudiengänge der TU sollen demnächst abgeschafft werden, endgültig, dazu will die TU eine sogenannte Auslaufsatzung beschließen.
Der bisher vorliegende Entwurf sieht folgendermaßen aus: Auslaufsatzung_Entwurf_2 Im Anhang dazu werden die Fristen für die letztmalige Prüfung in einem Studiengang festgelegt.
Der Anhang ist noch nicht fertig, da noch nicht alle Fakultäten darüber beschlossen haben, auch ändern sich die Daten von TU Seite aus noch gelegentlich.

Das klingt alles unheimlich kompliziert.
Im Grunde ist es ganz einfach. Es wird dieses Datum festgelegt. Danach ist keine Diplomprüfung mehr möglich.
Ende.

Die TU vertritt nun die Meinung, dass man ja wenn man einen Prof. findet trotzdem sich noch freiwillig prüfen lassen kann und ein Diplomabschluss möglich wäre.
Dies wird durch ein Rechtsgutachten widerlegt, dass der AStA in Auftrag gegeben hat.
Von der TU liegt bisher keine Rechtsmeinung vor, nur die Aussage vom Leiter des Prüfungsamtes.
Die Rechtslage ist also mindestens umstritten.

Für Euch heißt das ganz konkret:
Die TU sagt ihr könnt auch nach dem Datum einen Abschluss machen.
Der AStA und ein Rechtsanwalt bezweifeln dies.

Die Freitagsrunde, die INI der Informatiker und E-Techniker hat eine Umfrage unter allen Diplomern auf die Beine gestellt um herauszufinden, was die Gründe für die Lange Studiendauer sind, und das mit belastbaren Zahlen zu untermauern.
Wer noch nicht dran teilgenommen hat, kann dies hier tun.
Die bisherigen Ergebnisse der Umfrage gibt es hier zu sehen.


Nun zu den aktuellen Entwicklungen:

Die Ausbildungskommission der Fakultät 5 hat am 16.04.12 getagt und als Frist zur letztmaligen Prüfung für die Diplomstudiengänge der Fakultät (Maschinenbau, Psychologie, PI, Verkehrswesen) den 30.09.2016 beschlossen.
Es war eine lange, kontroverse und teilweise recht unangenehme Diskussion. Wir konnten uns aber immerhin mit der Fristsetzung für die letzten Immatrikulierten; Doppelte Regelstudienzeit plus ein Semester durchsetzen.
Der Beschluss der AK hat für den Fakultätsrat nur empfehlenden Charakter, aber da der Dekan, Herr Meyer, zugesichert hat, dass das Dekanat den Beschluss so übernimmt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass im FakRat ähnliches beschlossen wird.
Dennoch, kommt zahlreich zum FakRat am 18.04.12 um 14 Uhr im H 4105.

An der Fakultät 3 geht die Entscheidung ebenfalls am Mittwoch in den Fakultätsrat.
Dort wird es wohl wesentlich heftigere Diskussionen geben, da es dort keine AK-Sitzung gab.
Geht also hin und unterstützt Eure Gremienstudis.
Fakultätsrat 3 am 18.04.12 14:15 Uhr im BA 316/317.

Danach müssen die Entscheidungen noch durch die zentralen Gremien, Kommission für Lehre und Studium und Akademischen Senat.
Die nächste Sitzung des AS ist am 23.05.12 um 13 Uhr im H 1035.

Um die Position der Studis zu unterstützen wird es demnächst einige Informationsveranstaltungen geben.
Haltet die Augen nach Ankündigungen offen.

Die Fakultätsräte der Fakultäten 3 und 5 haben heute beschlossen, die Frist auf die doppelte Regelstudienzeit für die letztmals eingeschriebenen Diplomer festzusetzen.
Das heißt für die Studiengänge Maschinenbau, PI, Verkehrswesen und Psychologie als Datum der letztmaligen Prüfung den 30.09.2016.
Für die Studiengänge EVT, Biotechnologie, LMT, Werkstoffwissenschaften, Gebäudetechnologie und Technischer Umweltschutz ist die Fakultät noch am ermitteln, welches Datum denn dann herauskommt. Man darf gespannt sein.

Der Akademische Senat hat das Thema am 02.05. doch nicht auf der Tagesordnung gehabt.
Es waren noch nicht alle Termine der Fakultäten eingegangen, da an der Fakultät 2 ein Statusgruppenveto durch die Studis erfolgte.
Das Ganze wird also am 23.05. auf der Sitzung behandelt werden.
Die Kommission für Lehre und Studium (LSK) hat sich für längere Fristen ausgesprochen.
Der AS ist allerdings nicht daran gebunden und hat die Empfehlungen in der Vergangenheit auch öfter übergangen.

Am 15.05.12 wird in der LSK nocheinmal darüber beraten.
Vor allem geht es um die Fristen der Studiengänge an den Fakultäten 4, 6 und 7.
Dort gibt es immernoch Probleme eine Studifreundliche Regelung durchzubringen.
Die bisherigen Termine gibt es inzwischen auch als Übersicht für die gesamte TU.
Da wird sich hoffentlich noch einiges Ändern.

Es gibt jetzt auch einen Termin für eine Informationsveranstaltung.
Der AStA lädt am 23.05. ein, sich zu informieren und auszutauschen, wie es in dieser Frage weitergeht.
23.05. 11:30Uhr im H 3503 (ehem.Bibliothek)

Die LSK hat inzwischen getagt und die Fristen für alle Diplomstudiengänge auf mindestens doppelte Regelstudienzeit angepasst.
Der Beschluss sieht so aus.
Es ist auch das zweite Rechtsgutachten eingetroffen, dass das Erste nicht nur stützt, sondern noch wesentlich weiter geht.
Nachzulesen hier.

Der AS hat getagt und an den Vizepräsidenten für Studium und Lehre den Auftrag erteilt, sich mit den Fakultäten, bei denen weniger als die doppelte Regelstudienzeit beschlossen wurde zusammenzusetzen und auf eine Übernahme der LSK Beschlüsse hinzuwirken.
Das Meinungsbild dazu sah erstmal recht vielversprechend aus.
Wir danken für die zahlreiche Unterstützung interessierter Studis.

Man darf gespannt sein, was auf der nächsten Sitzung dann zurückkommt und was letztendlich beschlossen wird.
Kleine Anekdote nebenbei: Der Vizepräsi ist Herr Heiss, ehemals Studiendekan der Fak4. Er meinte auf der Sitzung, dass er nicht wüsste, wie die Beschlüsse der Fakultäten zustande kamen.
Die Fakultät 4, bei der es erheblich Probleme gab hat die viel zu kurzen Fristen damals durchgeprügelt, als er noch Studiendekan war. Er selbst war in dem fragwürdigen Verfahren treibende Kraft.
Also entweder leidet er unter Gedächtnisverlust, oder Lügt. Beides keine guten Eigenschaften für einen Vizepräsidenten.
Immerhin kann er sich jetzt nicht mehr rauswinden und muss gegen seine eigene Meinung handeln.

Die nächste Sitzung des AS, wo dann die Fristen endgültig festgesetzt werden findet am 13.06. um 13 Uhr im H1035 statt.
Wir sehen uns dort.

Es hat sich eine Weile nicht mehr viel getan, daher auch lange kein Update.
Inzwischen hat die Fakultät 5 nochmal die Beschlüsse geändert. Die ursprüngliche Beschlusslage sah eine mögliche freiwillige Prüfung nach dem Termin vor.
Dies ist nach Auskunft aus dem Präsidium, und aus der Senatsverwaltung für Wissenschaft nicht möglich.
Daher wurden die Beschlüsse der Fakultät nochmal angepasst.
Die aktuellen Daten sind:
MB, VW, ITM, PI - 30.09.2018
Psychologie - 30.09.2016

Ob der AS tatsächlich demnächst nochmal darüber beschließt, wird sich zeigen. Es hängt grad alles in der Schwebe.
Irgendwann muss er das aber auch mal beschließen.

* Am 14.11.2012 hat der Akademische Senat der TUB endlich die Entscheidung über die Fristen für das Auslaufen der Diplom-Studiengänge gefällt! In einer Kampfabstimmung von 11 zu 10 setzen sich sinnvolle Argumente gegen konservative Starrsinnigkeit durch und verhalfen studentischen Interessen zum Durchbruch.

Dank gebührt allen Studierenden in Inis, Instituts- & Fakultätsräten, Kommissionen, im AS und AStA; die auf allen Ebenen Druck gemacht haben um dies zu ermöglichen.

Die Fristen für die einzelnen Studiengänge sind den Unterlagen zur 717.AS-Sitzung zu entnehmen. Eine Kopie des Tagesordnungspunktes findet ihr auf unserer Webseite. (die Fristen im Anhang ab S.9)

Nochmals vielen Dank für die Unterstützung.

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Aktuelle Infos zu den Auslaufbedingungen - September 2018

Die Auslaufsatzung der Diplomstudiengänge erlaubt unter bestimmten Umständen durch die Stellung eines Härtefallantrages die individuelle Verlängerung des Studiums, um auch nach offiziellem Auslaufen des Studiengangs das Studium mit Diplom abschliessen zu können. Diesen Härtefallantrag (nach § 2 Abs. 2 der Auslaufsatzung) müsst ihr beim Prüfungsausschuss eures Studiengangs stellen.

Für den Fall das dieser nicht genehmigt wird, könnt ihr in den Bachelorstudiengang wechseln. Um einen direkten Übergang möglich zu machen müsst ihr dies jedoch rechtzeitig beantragen.

Falls ihr euch die Möglichkeit eines Wechsels in den Bachelorstudiengang nach § 4 der Satzung offen halten möchtet, müsst ihr bis spätestens 28. September 2018 einen entsprechenden Antrag auf Umschreibung beim Studierendensekretariat (Immatrikulationsamt) stellen, und zwar unter dem Vorbehalt einer negativen Entscheidung über euren Härtefallantrag. So wahrt ihr auf alle Fälle die Frist, die sonst laut § 4 Abs. 4 der Satzung am 30. September endet.